Isle of Dogs von Skye Leech

Leseprobe 3
„Ist alles in Ordnung, Miss?“, fragt sie und beugt sich leicht zu mir herunter. Sie wirkt besorgt, obwohl sie das nicht muss. Mir geht es so gut wie schon lange nicht mehr.
„Sie haben grüne Augen“, antwortet mein Mund, weil das das einzig Sinnvolle in dem Moment zu sein scheint. Dabei stelle ich erneut fest, wie schwierig es ist zu sprechen, wenn sich die Zunge anfühlt, als wäre sie ums Dreifache angeschwollen.
„Sie müssten sich jetzt abschnallen“, fordert sie mich auf und ich bewundere ihre Herzlichkeit.
„Sie sind so nett“, produzieren meine Lippen neuen Müll. Als wären sie von einem Dämon besessen. Einem Alkoholdämon, der offensichtlich verdammt viel zu sagen hat. „Habe ich Ihnen das schon gesagt? Sie sind immer so freundlich, obwohl die meisten Ihrer Gäste sicherlich Arschlöcher sind. So wie Grant. Der ist auch ein Arschloch. Kennen Sie Grant?“ Ich kneife ein Auge zu, weil es ziemlich nervt, dass ihr Zwilling ständig auftaucht und wieder verschwindet.
„Miss, wir sind in London angekommen.“
„Niemand will nach London“, sagt mein Dämon und zwingt mich dazu, nach dem halbleeren Glas zu greifen, das vor mir auf dem Tisch steht. „Drehen Sie um“, nuschele ich in die bräunliche Flüssigkeit, die gar nicht mehr so im Hals brennt wie vor einer Stunde noch.

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